Aufbau der Feuerwehr

Die Gemeinde Eitorf und ihre freiwillige Feuerwehr

Die Gemeinde Eitorf liegt im südöstlichen Teil des Rhein-Sieg-Kreises (Kreisstadt Siegburg) in Nordrhein-Westfalen. Die südliche Gemeindegrenze ist gleichzeitig Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. Unmittelbar an der Sieg gelegen, grenzt Eitorf an die Ausläufer des "Bergischen Landes" sowie des "Westerwaldes". Die Höhenlage der Gemeinde Eitorf beträgt 83 Meter über n.N. im Ortszentrum und 388 Meter über n.N. auf der höchsten Erhebung, dem "Hohen Schaden". Dieser liegt im Bereich des Wandergebietes "Hüppelröttchen" und einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Bundesrepublik Deutschland.

Anders als bei anderen Flächengemeinden ist die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Eitorf nicht in Löschgruppen aufgeteilt, sondern hat ihren zentralen Standort im Zentrum des Hauptortes Eitorf. Zuständig ist sie für ca. 20.000 Einwohner, sowie einer Vielzahl von Industrie- und Gewerbebetrieben, die unter anderem im Automobilzuliefersektor, im pyrotechnischen Bereich oder in der Arzneimittelproduktion ihren Namen haben.

Der Zentralort Eitorf

Der Zentralort Eitorf mit ca. 10.000 Einwohnern bildet auch geographisch den Mittelpunkt der Gemeinde Eitorf. Neben zwei Hauptverkehrsstraßen, die das Gemeindegebiet kreuzen, führt auch eine Strecke der Deutschen Bahn AG in ostwestlicher Richtung von Köln nach Siegen.
Ebenfalls in ostwestlicher Richtung verläuft parallel zur Sieg die L333. Sie verbindet die Gemeinde Eitorf mit den Ballungszentren der Städte Siegburg, Bonn und Köln. In nordsüdlicher Richtung verläuft die L86, die als Zubringer zur Bundesstraße 8 bzw. zur A3 Richtung Frankfurt zu sehen ist.
Neben den DB-Linien S12 und RE9 wird die vollelektrifizierte Bahnstrecke in erheblichem Maße für den Güterverkehr, nicht nur der Deutschen Bahn AG, sondern ebenfalls auch von Privatunternehmen genutzt.

Die Feuerwehr Eitorf

Die Feuerwehr Eitorf verfügt über durchschnittlich 90 aktive Feuerwehrfrauen und -männer, deren Altersstruktur vom achtzehnten bis zum sechzigsten Lebensjahr reicht und als ausgeglichen zu bezeichnen ist. Gegliedert ist die Feuerwehr in zwei Löschzüge. Neben den aktiven Wehrkameraden verfügt die Freiwillige Feuerwehr Eitorf über eine Ehrenabteilung mit zur Zeit 25 Mitgliedern, sowie über eine Jugendfeuerwehr mit 30 Jungen und Mädchen. Die meisten der jungen aktiven Wehrkameraden wurden nach Erreichen des Übernahmealters aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Dies hat den Vorteil, dass hier schon ein gewisses Maß an Grundausbildung vorliegt, auf welches sehr gut aufgebaut werden kann. Nichts desto trotz stehen wir jeder Neuaufnahme von "außen" positiv gegenüber. Personalprobleme sind betreffend der aktiven Wehrkameraden somit nicht gegeben.

Die Alarmierung

Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt seit einigen Jahren nicht mehr über Sirene. Jeder Feuerwehrmann (SB) verfügt über einen eigenen digitalen Funkmeldeempfänger. Neben der Tatsache, dass die Bevölkerung bei Nachteinsätzen nicht mehr aus dem Schlaf gerissen wird, hat diese Alarmierungsform den Vorteil, dass Gruppen gezielt zu alarmieren sind. Denn nicht für jeden Einsatz benötigt man die gesamte Man-Power aller Feuerwehrmänner (SB). Daher ist das Alarmierungssystem neben den Alarmierungsgruppen für die Wehrführung, den Einsatzführungsdienst und der Dekoneinheit in vier weitere Alarmierungsgruppen aufgeteilt.

Wehrführung (A-Dienst)

Die Wehrführung ist der Leiter der Feuerwehr und dessen zwei Stellvertreter.

Einsatzführungsdienst (B-Dienst)

Bei kleineren Einsätzen ist nicht immer die Anwesenheit der gesamten Führungsebene erforderlich. Daher sind die Feuerwehrmänner ab Brandmeisterdienstgrad aufwärts im Einsatzführungsdienst zusammengefasst. Mittels eines monatlich erstellten Dienstplanes wird dann bei Alarmierung wochentags in der Zeit von 18:00 Uhr – 06:00 Uhr sowie an den Wochenenden und Feiertagen ganztags die Einsatzführung durch den Diensthabenden B-Dienst übernommen.

Tagesalarm

Die Meldergruppe Tagesalarm besteht überwiegend aus Bediensteten der Kommune.

Löschzug 1 (Gruppen 1 und 4), Löschzug 2 (Gruppen 2 und 3)

Diese annähernd gleichstarken Züge teilen sich wiederum in vier Alarmierungsgruppen auf und werden je nach Alarmstichwort alarmiert.

Rettungsdienstliche Ausbildung

Insgesamt neun Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eitorf verfügen über eine Rettungsdienstliche Ausbildung (fünf Rettungsassistenten und vier Rettungssanitäter). Somit ist unsere Feuerwehr in der Lage, bei Unfällen mit mehreren Verletzten unterstützend tätig zu werden oder als First-Responder Hilfe zu leisten. In speziellen Fällen besteht ebenso die Möglichkeit auf unseren Feuerwehrarzt zurückzugreifen.

Dekongruppe

Eingebunden in ein landesweites Dekon-Konzept (Dekontamination von Verletzten, betroffenen Personen und Gerät bei Unglücksfällen mit gefährlichen Schadstoffen) wurde der Feuerwehr Eitorf der Abrollbehälter V-DEKON durch das Land NRW übergeben. Die Dekongruppe der Feuerwehr Eitorf ist im Bereich von Einsätzen mit "Gefährlichen Stoffen und Gütern" (GSG) seitdem auf Kommunal-, Kreis- und Landes-Ebene für die entsprechenden Dekontaminationsmaßnahmen bei entsprechenden Unglücksfällen zuständig.

Aufbau des Abrollbehälters V-DEKON bei einer Übung

Schlussbetrachtung

Insgesamt verfügt die Gemeinde Eitorf über eine schlagkräftige und gut ausgebildete Freiwillige Feuerwehr. Selbstverständlich ist dies in der heutigen finanziell schwierigen Zeit nicht. Voraussetzung hierzu ist, was den Ausrüstungsstand betrifft, eine gute und förderliche Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Rat der Gemeinde Eitorf.


Wir bedanken uns für Ihr Interesse.

Ihre Freiwillige Feuerwehr Eitorf