Bundesfreiwilligendienst

Die Feuerwehr Eitorf bietet jedes Jahr zwei Stellen im Bundesfreiwilligendienst an. Diese beiden Stellen werden durch ausgebildete Feuerwehrfrauen/-männer besetzt.

Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst finden Sie hier: http://www.bundesfreiwilligendienst.de/

Erstmals seit dem 01.08.2013 ist es möglich auf der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Eitorf einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren. Jährlich werden zwei Stellen angeboten. Die ersten Bundesfreiwilligen waren Alexander Scholz und Andreas Schilling. Alexander Scholz entschied sich zwischen Abitur und Studium, Andreas Schilling nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung ein Jahr als Bundesfreiwilliger zu arbeiten.

Grundvoraussetzung zur Aufnahme in den Bundesfreiwilligendienst ist die bestandene feuerwehrtechnische Grundausbildung (TM1). Wünschenswert ist ein erfolgreich abgeschlossener Atemschutzgeräteträgerlehrgang, da die beiden Bundesfreiwilligen in der Wochenarbeitszeit (39 Stunden) ebenfalls im Einsatzdienst ausrücken.

Die Bundesfreiwilligen verbringen nicht den gesamten Zeitraum auf der Feuerwache. Für zwei Wochen werden Rettungsassistenten während des Dienstes auf dem Rettungswagen (RTW) begleitet. Während des Einsatzes auf der Rettungswache in Eitorf werden Ihnen zudem die Funktionen eines Rettungswagens und Grundtätigkeiten in der Ersten Hilfe vermittelt. Darüber hinaus erhalten die Bundesfreiwilligen Einblicke in die Arbeit des Ordnungsamtes der Gemeinde Eitorf und der Biologischen Station des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung während des Bundesfreiwilligendienstes sind Seminare im Bildungszentrum des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Wetzlar. Die Bundesfreiwilligen besuchten dort ein Seminar zur politischen Bildung. Die Seminar-Gruppe setzt sich aus Bundesfreiwilligen unterschiedlicher Einsatzstellen in Deutschland zusammen. Dort kommt es zum Austausch und Bildung eines Netzwerks von Bundesfreiwilligen. Darüber hinaus können die Bundesfreiwilligen beim Dienstsport der Feuerwehr Eitorf teilnehmen. Man trifft sich regelmäßig zum gemeinsamen Laufen, Schwimmen, Hallensport und zur Vorbereitung für das Deutsche Sportabzeichen.

Die Kerntätigkeit der Bundesfreiwilligen ist der aktive Einsatzdienst. Daneben wird ein Fahrzeug-Check durchgeführt. So werden beispielsweise täglich sämtliche Atemschutzgeräte mit Totmannwarnern, CO-Melder, Wärmebildkameras, Sprechfunkgeräte und Handlampen kontrolliert. Zur wöchentlichen Überprüfung zählen unter anderem hydraulische Rettungssätze, Stromaggregate, Motorsägen und Trennschleifer. Alexander Scholz unterstützte den Leiter der Feuerwehr zusätzlich bei administrativen Aufgaben und Andreas Schilling den hauptamtlichen Gerätewart bei Instandhaltung und Pflege der Fahrzeuge und Geräte.

Zu den administrativen Aufgaben zählten das Schreiben von Berichten, die Erstellung von Standardeinsatzregeln für die Freiwillige Feuerwehr Eitorf und die Entwicklung eines Bonussystems für die aktiven Mitglieder der Einsatzabteilung. Jederzeit haben die Bundesfreiwilligen die Möglichkeit ihr feuerwehrtechnisches Wissen zu vertiefen. So nutzten die ersten Bundesfreiwilligen die Chance um sich in der Türöffnung, im Umgang mit der Drehleiter und dem Vorgehen beim Verkehrsunfall fortzubilden. Alexander Scholz wurde im Zeitraum des Bundesfreiwilligendienstes auf Kreisebene zum Truppführer (F2) ausgebildet und konnte während der Arbeitszeit für die dafür vorgesehene Abschlussprüfung lernen.

Zum Aufgabengebiet zählt zudem die Vorbereitung von Übungsdiensten und die Unterstützung bei der Brandschutzerziehung. Regelmäßig wird die Feuerwache von Kindergartengruppen und Schulklassen besucht. Gemeinsam mit dem Brandschutzerzieher klären die Bundesfreiwilligen die Kinder über das Verhalten im Brandfall auf und stellen Fahrzeuge und Geräte vor.

(Erfahrungsbericht zum Bundesfreiwilligendienst 2013/2014)